Ernährung bei Arthrose – Das gehört auf den Speiseplan!

August 04, 2017
Chw

“Du bist, was du isst!” Diesen Spruch kennt jeder – aus gutem Grund. Denn unsere Ernährung hat einen immensen Einfluss auf unseren Körper und unsere Gesundheit. Das gilt auch und besonders für die Ernährung bei Arthrose.

Damit der Körper reibungslos funktioniert, benötigt er viele verschiedene Nährstoffe. Dazu gehören neben den drei Grundnährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate vor allem Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und pflanzliche Sekundärstoffe.

Mit einer ausgewogenen Ernährung geben Sie Ihrem Körper die besten Voraussetzungen, um sich erfolgreich gegen Beschwerden und Krankheiten zu verteidigen und einer Arthrose eventuell sogar vorzubeugen.

Doch auch bei einer bestehenden Arthrose können Sie mit den geeigneten Lebensmitteln viel dazu beitragen, Ihre Beschwerden zu lindern und in den Griff zu bekommen.

Antioxidantien schützen das Gelenkgewebe

Sogenannte “freie Radikale” können das Gewebe in den Gelenken schädigen, was Ihre Arthrosebeschwerden verschlimmert. Als freie Radikale wird eine Gruppe von Atomen oder Molekülen bezeichnet, die in jedem Körper existieren und die im Verdacht stehen, maßgeblich am Alterungsprozess der Zellen beteiligt zu sein. Sie werden von sogenannten Antioxidantien gebunden und damit “außer Gefecht gesetzt”.

Als besonders effektiv im Einsatz gegen freie Radikale erweisen sich die Antioxidantien Vitamine C und E, das Provitamin A sowie das Spurenelement Selen und die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehörenden Carotinoide.

Buntes Obst und Gemüse sind wichtig für die Ernährung bei Arthrose.

Buntes Obst und Gemüse sind wichtig für die Ernährung bei Arthrose.

Vitamin C kommt ebenso wie Carotinoide in frischem Obst und Gemüse vor.

Als echte Vitamin-C-Bomben gelten beispielsweise Paprika, Kiwis, Rosenkohl, Sanddorn und Schwarze Johannisbeeren.

Vitamin E wird zum Beispiel über Pflanzenöle aufgenommen.

Das Provitamin A, auch Beta-Carotin genannt, kommt unter anderem in grünem Gemüse wie Spinat, Brokkoli und Grünkohl vor, aber auch in Kürbissen, Paprika, Karotten, Tomaten, Papayas und Mangos.

Eine gute Versorgung mit Selen können Sie erreichen, wenn Sie vor allem Paranüsse, Lammfleisch und Sonnenblumenkerne aber auch Hering und Thunfisch regelmäßig konsumieren. Wegen der Schwermetallbelastung sollten Sie es jedoch mit dem Fisch nicht übertreiben.

Flavonoide im Einsatz gegen Entzündungen

Flavonoide sind eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe und zählen ebenfalls zu den Antioxidantien. Daher verteidigen auch sie den Organismus gegen freie Radikale. Flavonoide werden vom Menschen ausschließlich über pflanzliche Lebensmittel aufgenommen.

Bei Entzündungen sorgen sie für eine Verlangsamung des Prozesses, beschleunigen aber die Heilung. Wenn auf Ihrem Speiseplan flavonoidreiche Lebensmittel regelmäßig vorkommen, so tragen Sie damit aktiv zum Schutz Ihrer Gelenke, Ihres körpereigenen Kollagens und damit zur Verteidigung gegen Arthroseschäden bei.

Flavonoide finden sich vor allem in rotem Obst und Gemüse wie roten Trauben, roten Äpfeln sowie in roter Beete und Rotkohl. Die rote Farbe ist jedoch kein Muss – auch Zwiebeln, grüner Tee, Aprikosen, Sellerie, Paprika und viele weitere Obst- und Gemüsesorten führen zu einer guten Versorgung mit Flavonoiden. Hier gilt, je frischer das Lebensmittel, desto höher der Gehalt.

Medikamente als mögliche Nährstoffräuber

Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen müssen, so kann dies zu Nährstoffmangel führen. Einige Medikamente verursachen nämlich eine schlechtere Aufnahme mancher Vitamine oder anderer Nährstoffe durch den Organismus.

Hierzu zählt beispielsweise Aspirin, das nicht nur zu Vitamin-C-Mangel führen kann, sondern auch zu einer Unterversorgung mit Eisen und Folsäure.

Medikamente, die häufig gegen Arthrosebeschwerden verschrieben werden, sind, wegen ihrer schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkung, zum Beispiel Indometacin und Corticosteroide sowie Antazida, also magenschützende Mittel.

Sprechen Sie Ihren Arzt ruhig auf Ihre Medikation und auf einen durch Ihre Medikamente möglicherweise begünstigten Nährstoffmangel an und was Sie dagegen tun können. Er kann Sie auch beraten, wie Sie jeglichem Mangel am besten vorbeugen.

Auf entzündungshemmende Lebensmittel achten

Da die Arthrose oft mit Entzündungen einhergeht, sollten Sie Lebensmittel, die sich positiv auf Entzündungen auswirken, in Ihren Speiseplan aufnehmen.

Als entzündungshemmend gelten Omega-3-Fettsäuren, die sich vor allem in fettem Seefisch und Fischöl finden lassen. Auch Pflanzenölen, beispielsweise Nachtkerzen-, Oliven- und Arganöl wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen.

Als entzündungsfördernd hingegen gilt unter anderem die Arachidonsäure, die stark in Schweineschmalz und der Schweineleber vorkommt. Generell sollten Sie bei Arthrose darauf achten, auf Produkte vom Schwein zu verzichten.

Auch eine zuckerreiche Ernährung kann über eine hormonelle Steuerung dazu führen, dass Arachidonsäure verstärkt vom Körper aufgenommen wird. Eine Verminderung Ihres Zuckerkonsums kann daher zu einer Linderung von Entzündungsbeschwerden führen.

Übergewicht abbauen

Sollten Sie unter Übergewicht leiden, so können Sie sich durch eine Normalisierung Ihres Körpergewichts bereits Erleichterung verschaffen. Wer zu viel auf den Rippen hat, belastet seine Gelenke stark, besonders die Kniegelenke. Dies führt zu einer Verstärkung Ihrer Arthrose und den damit verbundenen Beschwerden.

Eine ausgewogene, vollwertige Ernährungsweise in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung hilft Ihnen auf dem Weg zum Normalgewicht und damit zu einer Verbesserung des Krankheitsbildes. Ihr Arzt kann Ihnen dabei helfen, einen Ernährungsplan aufzustellen.

Hauruck-Diäten, bei denen Sie sich in kurzer Zeit einer enormen Gewichtsreduktion unterziehen, sollten Sie unbedingt vermieden. Dies ist für den Körper nicht gesund, zudem kommt es häufig zum Jo-Jo-Effekt, sodass Sie das verlorene Gewicht bald wieder erlangen und eventuell sogar übersteigen. Eine langfristige, vernünftige Umstellung Ihrer Ernährung- und Bewegungsgewohnheiten führt zuverlässiger und auf gesündere Weise zum Ziel.

Ernährung bei Arthrose – Fazit

Mit einer bedachten Ernährungsweise können Sie viel gegen die durch Arthrose verursachten Beschwerden tun. Vollkornprodukte, viel frisches Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte, regelmäßig Fisch, mageres Fleisch, Eier und Milchprodukte bilden eine gute Grundlage für einen Speiseplan, der Ihren Körper stark gegen Arthrose macht! Vorsicht ist geboten bei übermäßigem Verzehr von Fett und Zucker, sowie hohem Alkoholkonsum.

Neben der Ernährung bei Arthose gibt es weitere Möglichkeiten zur Vorbeugung. Dazu gehören Bewegung, Physiotherapie und entlastende Orthesen.

Mehr Informationen erhalten Sie telefonisch unter 05527 99896-9 oder schreiben Sie eine Nachricht an c.wagner@chw-technik.de.

 

Quelle: Dr. med. Jason Theodosakis et. al.: Die Arthrose Kur. Wilhelm Goldmann Verlag München, 2000, S. 137ff.

Bildquellennachweis: © yatcenko – fotolia.com

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