Wie ein künstliches Kniegelenk vermieden werden kann

Neben dem künstlichen Hüftgelenk wird das künstliche Kniegelenk in Deutschland am häufigsten bei Patienten eingesetzt. Ist das Knie durch eine Arthrose so geschädigt, dass es nur noch schmerzt und nicht mehr belastet werden kann, ist eine OP oft die Lösung.

Studien zeigen aber, dass das künstliche Kniegelenk bei vielen Patienten gar nicht zur Verbesserung der Problematik beiträgt – im Gegenteil, es birgt mehr Risiken. Konservative Behandlungsmethoden, wie etwa das Tragen einer Knieentlastungsorthes KNEO sind oft eine bessere Alternative.

Risikofaktor künstliches Kniegelenk:

Wie jedes Ersatzteil verschleißt auch das künstliche Kniegelenk. Gerade bei jungen Patienten führt das zu Folgeoperationen, die jede für sich neue Risiken bergen.

Beispiel: Ein 50-jähriger Patient hat ein Knie, das durch Arthrose, also den Gelenkverschleiß, so geschädigt ist, dass es nicht mehr richtig funktioniert. Jede Bewegung schmerzt, es ist geschwollen, Beugen und Strecken geht kaum noch. Er bekommt ein künstliches Kniegelenk eingesetzt und bewegt sich fortan wieder normal. Sein Ersatzteil altert mit ihm.

Das heißt: Nach ein paar Jahren ist auch das künstliche Kniegelenk nicht mehr vollständig in Ordnung. Es muss eine erneute Operation folgen. Diese ist eine enorme Belastung für den Körper, denn folgendes kann passieren: Entzündungen im Knie, Gewebeverletzungen, Blutpfropfen in den Venen (Thrombose).

KNEO benötigt keine Operationen. KNEO stabilisiert das Knie von außen und sorgt so für Entlastung.

Wissenschaft stellt künstliches Kniegelenk schon lange in Frage

Die Wissenschaft hat schon vor 13 Jahren davor gewarnt zu schnell ein künstliches Kniegelenk als Heilmittel für die Kniegelenkarthrose einzusetzen: Der amerikanische Forscher Bruce Moseley hat 2002 eine Studie mit Arthrosepatienten durchgeführt.

Er hat sie in zwei Gruppen eingeteilt. Bei Gruppe A hat er tatsächlich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt, Gruppe B ist zum Schein auch operiert worden, hat aber kein künstliches Kniegelenk eingesetzt bekommen.

Bei den nachfolgenden Beobachtungen stellte der Forscher fest: Der Gesundheitszustand beider Gruppen war identisch. Patienten ohne künstlichem Kniegelenk ging es genauso gut, wie denen mit. Moseley stellte also die Operation in Frage und riet zur konservativen Behandlung, wie etwa dem Tragen einer Orthese.

Lesen Sie hier, wie ein Anwender dank der KNEO Knieorthese seit 2012 das künstliche Kniegelenk vermeiden kann.

Welche Alternativen gibt es zum künstlichen Kniegelenk?

Die Operation sollte die letzte Lösung nach einer Reihe von Behandlungen sein. Die so genannten konservativen Behandlungen haben vor allem drei Ziele:

  1. Entlastung des Knies
  2. Bewegungsverbesserung
  3. Stabilisierung des Gelenks

Konservative Behandlungen, die vermeiden sollen, dass ein künstliches Kniegelenk eingesetzt werden muss, umfassen mehrere Bereiche. Zum einen kann der Patient durch sein Verhalten dafür sorgen, dass es seinem Knie besser geht, zum anderen wird er dabei von Physiotherapie, Bewegungstherapie und -schulung unterstützt.

KNEO entlastet einseitig verschlissene Gelenke. So kann sich der Knorpel erholen und Ruheschmerzen werden verhindert.

Im Folgenden wird beschrieben, was der Patient selbst tun kann, damit er eine folgenreiche Operation vermeiden kann:

Grundsätzlich gilt: Das Knie muss möglichst entlastet werden. Manche Bewegungen sind aber im Alltag oft unvermeidlich auch wenn sie das Knie besonders belasten. Dazu gehören:

  • Treppen steigen
  • Berge oder Anhöhen hinabgehen
  • in die Hocke gehen
  • Sitzen

Damit diese Bewegungen die Arthrose nicht verschlimmern ist es wichtig, sich entsprechend zu verhalten: Beim Treppen hinabsteigen sollte immer das kranke Bein zuerst gesetzt werden. Beim Treppen aufsteigen das gesunde Bein zuerst.

So wird die Belastung verstärkt auf das gesunde Bein verlagert. Das gleiche gilt für das Auf- und Absteigen am Berg. In die Hocke sollte ein Arthrosepatient möglichst gar nicht gehen. Manchmal ist das aber notwendig.

Beispiel: Ein Gärtner muss Unkraut aus dem Beet zupfen. Dazu muss er in die Hocke gehen. Das Knie wird im 90 Gradwinkel gebeugt, was für das Gelenk eine hohe Belastung darstellt. Um diese und die damit einhergehenden Schmerzen zu vermeiden, weiß er aber Rat:

Er legt das Arthroseknie auf ein gepolstertes Gummikissen und stellt das andere Bein auf. So ist er nah genug am Boden um seine Arbeit zu verrichten, entlastet aber sein Kniegelenk. Schmerzen und weiterer Verschleiß, der oft im Einsatz des künstlichen Kniegelenks endet, vermeidet er so.

Auch im Sitzen wird das Kniegelenk fast im 90 Gradwinkel gebeugt. Im Büroalltag, auf Reisen oder auch zu Hause lässt sich Sitzen allerdings kaum vermeiden. Hier hilft das Knie immer wieder auszustrecken, das Bein vor und zurück zu bewegen, ab und zu aufzustehen und herumzulaufen.

Generell gilt: Das Gelenk sollte in sanfter Bewegung gehalten werden damit es nicht weiter veschleißt. Eine Möglichkeit bietet da das “Radfahren”, wenn die Beine in Rückenlage in der Luft bewegt werden. So wird das Knie nicht belastet, aber die Gelenke geschmeidig gehalten.

KNEO verschiebt die Beinachse je nach Bedarf medial oder lateral. So erzeugt das Eigengewicht beim Auftreten die für eine Entlastung erforderlichen Kräfte. KNEO hilft bei jedem Schritt ein künstliches Kniegelenk zu vermeiden.

Welche medizinischen Hilfen gibt es neben dem künstlichen Kniegelenk?

Neben dem Tragen von KNEO, die das Kniegelenk hauptsächlich entlastet, helfen verschiedene Therapien ein künstliches Kniegelenk zu vermeiden:

  • Die Physiotherapie und die Bewegungstherapie stärken die Muskeln, die das Knie führen. So wird das Kniegelenk entlastet und die Kniearthrose verlangsamt.
  • Bei der Bewegungsschulung wird die natürliche Funktion der Bänder wieder hergestellt. Das sorgt dafür, dass die Last im Knie gleichmäßig verteilt und einseitige Knorpelabnutzung vermieden wird.
  • Durch eine verbesserte Koordination des Bewegungsablaufs wird das Knie stabilisiert und die Knorpelbelastung natürlich verteilt.

Um die Kniearthrose nicht zu verschlimmern, ist also vor allem eine Entlastung und Stabilisierung des Knies notwendig. Ein künstliches Kniegelenk ändert das Grundproblem nicht. Die oben genannten Methoden können aber dauerhaft vemeiden, dass eine Kniearthrose sich weiter verschlechtert. Die KNEO Knieorthese unterstützt diesen Prozess.

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. In allen Anfrage geht es nur darum, wie man ein künstliches Kniegelenk vermeiden kann.
    Was ist aber, wenn kein Knorpel mehr vorhanden ist und Knochen auf Knochen reibt ?
    Dazu hätte ich gerne eine Antworrt.

    1. nicht erwähnt wurde knorpelschwund durch kniefehlstellung, z.b.leichtes x- bein.
      kann mir jemand darauf eine antwort geben ?

      1. Knorpel verschwindet nicht ohne Grund, sondern in der Regel wegen Abnutzung durch Überlastung. Da spielt eine Kniefehlstellung, wie Sie sie erwähnen, auch wenn es nur eine leichte ist, eine große Rolle. Gerne können Sie dazu mehr lesen: https://www.chw-technik.de/kniefehlstellung/

    2. Wenn in Ihrem Knie der Knorpel verschlissen ist, dann ist das in der Regel einseitig, d.h. Sie laufen entweder auf der Innenseite oder der Außenseite des Knies auf blankem Knochen. Wenn das der Fall ist, und das zu entsprechenden Schmerzen beim Laufen führt, dann kann durch rein mechanische Krafteinwirkung der Laufstil so beeinflusst werden, dass die Schmerzen behoben werden. Und das wird mithilfe unserer Knieentlastungsorthese KNEO erreicht.

      Lesen Sie hier nochmal mehr dazu: http://www.chw-technik.de/kneo-entlastet-das-knie/

    3. Was ist eine Knieentlastungorthese KNEO ,wie sieht die aus ???

  2. In allen Anfragen über ein künstliches Kniegelenk werden Alternativen anbeboten z. B. für den Knorpelaufbau. Was ist aber, wenn kein Knorpel mehr vorhanden ist und Knochen auf Knochen reibt? Hierzu hätte ich gerne eine Antwort.

  3. guten tag -bin weiblich -73 -bin marathon gelaufen gekletztert knie verschlisen bzw degeneriert -hüften etc -bewege mich mit nordic walk stöcken –gehwagen wll ich noch nicht —habe vier kleine hunde –also täglich 4x 1/2 stunde zugig gehn –ansonsten fahrrad —-soweit zu mir——-hae von einer methode gehört von der ich seit jahren traeume –minimalinvasive injektion in knie -bzw gelenke –mit silikonkissen -halbdurchlässiger membran -mit schmerzmittel –bzw –injektion 1 schmerzmoittel injektion 2 gelkügechen —ist das schon gängig –bzw -wo wrd das angewandt –vielen dank falls info

    1. Von dieser Methode habe ich tatsächlich noch nicht gehört. Hört sich sehr interessant an! Die Methode, die wir anbieten, ist eine rein physikalische und wirkt besonders dann gut, wenn das Knie oder die Knie nur einseitig abgenutzt sind. Es handelt sich um eine Knieentlastungsorthese, die Sie hier selber leicht testen können: https://www.chw-technik.de/kneo-test/

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