Orthesen entlasten und nehmen Schmerzen

Orthesen gehören zur Gruppe der orthopädischen Hilfsmittel. Sie kommen bei Beschwerden in Gelenken oder in größeren Körperregionen, wie Oberschenkeln oder dem Rücken, zum Einsatz.

In ihrer Konstruktion sind Orthesen sehr komplex. Vom Orthopädietechniker werden sie direkt dem Patienten angepasst. So sitzen sie straff und fest an der Stelle, die sie schützen sollen. Dadurch leiten sie mechanische Kräfte, die sonst auf diese Regionen wirken, ab.

Der Patient kann besser sitzen, stehen oder gehen. Da Orthesen Schmerzen mildern, die nach Unfällen und Krankheiten, aber auch altersbedingt auftreten, setzen viele Menschen auf diese Hilfsmittel. Nicht immer zahlt die Kasse.

Medizinisch notwendig

Orthesen entlasten und nehmen SchmerzenDie gesetzliche Krankenkasse übernimmt für ihre Patienten die Kosten für eine Orthese.

Dafür braucht es bestimmte Gründe im medizinisch notwendigen Bereich.

So muss die Orthese einen ganz konkreten, für eine medizinische Behandlung erwünschten Zweck erfüllen.

Der Arzt muss das Mittel verordnen.

Damit ein Patient zum Beispiel nach der Verletzung seines Kreuzbandes möglichst schnell wieder richtig laufen kann, greift der Orthopäde auf eine Knieorthese zurück.

Er vorschreibt sie, wenn der Patient mit ihrer Hilfe selbstständiger wird und dadurch in geringerem Maße auf die Hilfe durch andere angewiesen ist. Dann ist die Orthese dazu da, den Erfolg einer Behandlung bzw. einer Operation abzusichern und eine Behinderung vorzubeugen.

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Bei der Krankenkasse nachhaken

Der Patient muss also am besten nachweisen, dass er ohne die Orthese nicht nur erheblich eingeschränkt ist, sondern dass sich seine Lebensqualität und sein Gesundheitszustand ohne das Hilfsmittel rapide verschlechtern. So wirken Schmerzen negativ auf die gesamte Lebensqualität.

Wer nach einer Sportverletzung ohne Orthese laufen soll, gefährdet den Heilungsprozess. Werden Knie oder Rücken ohne Orthese falsch belastet, können sich daraus Abnutzungserscheinungen ergeben, die unumkehrbar sein können. Dann ist eine Behinderung die Folge.

Am sichersten ist es, wenn ein ärztliches Attest all diese Folgen aufzeigt. Mit einer solchen fachlichen Bewertung fällt es den Kassen leichter, das Hilfsmittel zu verordnen und zu bezahlen.

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