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Wie ein künstliches Kniegelenk vermieden werden kann

Aktualisiert: 24. Nov. 2023

Neben dem künstlichen Hüftgelenk wird das künstliche Kniegelenk in Deutschland am häufigsten bei Patienten eingesetzt. Ist das Knie durch eine Arthrose so geschädigt, dass es nur noch schmerzt und nicht mehr belastet werden kann, ist eine OP oft die Lösung.

Studien zeigen aber, dass das künstliche Kniegelenk bei vielen Patienten gar nicht zur Verbesserung der Problematik beiträgt – im Gegenteil, es birgt mehr Risiken. Konservative Behandlungsmethoden, wie etwa das Tragen einer Knieentlastungsorthese KNEO sind oft eine bessere Alternative.

Risikofaktor künstliches Kniegelenk:


künstliches Kniegelenk

Wie jedes Ersatzteil verschleißt auch das künstliche Kniegelenk. Gerade bei jungen Patienten führt das zu Folgeoperationen, die jede für sich neue Risiken bergen.

Beispiel: Ein 50-jähriger Patient hat ein Knie, das durch Arthrose, also den Gelenkverschleiß, so geschädigt ist, dass es nicht mehr richtig funktioniert. Jede Bewegung schmerzt, es ist geschwollen, Beugen und Strecken geht kaum noch. Er bekommt ein künstliches Kniegelenk eingesetzt und bewegt sich fortan wieder normal. Sein Ersatzteil altert mit ihm.

Das heißt: Nach ein paar Jahren ist auch das künstliche Kniegelenk nicht mehr vollständig in Ordnung. Es muss eine erneute Operation folgen. Diese ist eine enorme Belastung für den Körper, denn folgendes kann passieren: Entzündungen im Knie, Gewebeverletzungen, Blutpfropfen in den Venen (Thrombose).

KNEO benötigt keine Operationen. KNEO stabilisiert das Knie von außen und sorgt so für Entlastung.

Wissenschaft stellt künstliches Kniegelenk schon lange in Frage

Die Wissenschaft hat schon vor 13 Jahren davor gewarnt zu schnell ein künstliches Kniegelenk als Heilmittel für die Kniegelenkarthrose einzusetzen: Der amerikanische Forscher Bruce Moseley hat 2002 eine Studie mit Arthrosepatienten durchgeführt.

Er hat sie in zwei Gruppen eingeteilt. Bei Gruppe A hat er tatsächlich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt, Gruppe B ist zum Schein auch operiert worden, hat aber kein künstliches Kniegelenk eingesetzt bekommen.

Bei den nachfolgenden Beobachtungen stellte der Forscher fest: Der Gesundheitszustand beider Gruppen war identisch. Patienten ohne künstlichem Kniegelenk ging es genauso gut, wie denen mit. Moseley stellte also die Operation in Frage und riet zur konservativen Behandlung, wie etwa dem Tragen einer Orthese.

Welche Alternativen gibt es zum künstlichen Kniegelenk?

Die Operation sollte die letzte Lösung nach einer Reihe von Behandlungen sein. Die so genannten konservativen Behandlungen haben vor allem drei Ziele:

  1. Entlastung des Knies

  2. Bewegungsverbesserung

  3. Stabilisierung des Gelenks

Konservative Behandlungen, die vermeiden sollen, dass ein künstliches Kniegelenk eingesetzt werden muss, umfassen mehrere Bereiche. Zum einen kann der Patient durch sein Verhalten dafür sorgen, dass es seinem Knie besser geht, zum anderen wird er dabei von Physiotherapie, Bewegungstherapie und -schulung unterstützt.

KNEO entlastet einseitig verschlissene Gelenke. So kann sich der Knorpel erholen und Ruheschmerzen werden verhindert.

Im Folgenden wird beschrieben, was der Patient selbst tun kann, damit er eine folgenreiche Operation vermeiden kann:

Grundsätzlich gilt: Das Knie muss möglichst entlastet werden. Manche Bewegungen sind aber im Alltag oft unvermeidlich auch wenn sie das Knie besonders belasten. Dazu gehören:

  • Treppen steigen

  • Berge oder Anhöhen hinabgehen

  • in die Hocke gehen

  • Sitzen

Damit diese Bewegungen die Arthrose nicht verschlimmern ist es wichtig, sich entsprechend zu verhalten: Beim Treppen hinabsteigen sollte immer das kranke Bein zuerst gesetzt werden. Beim Treppen aufsteigen das gesunde Bein zuerst.

So wird die Belastung verstärkt auf das gesunde Bein verlagert. Das gleiche gilt für das Auf- und Absteigen am Berg. In die Hocke sollte ein Arthrosepatient möglichst gar nicht gehen. Manchmal ist das aber notwendig.

Beispiel: Ein Gärtner muss Unkraut aus dem Beet zupfen. Dazu muss er in die Hocke gehen. Das Knie wird im 90 Gradwinkel gebeugt, was für das Gelenk eine hohe Belastung darstellt. Um diese und die damit einhergehenden Schmerzen zu vermeiden, weiß er aber Rat:

Er legt das Arthroseknie auf ein gepolstertes Gummikissen und stellt das andere Bein auf. So ist er nah genug am Boden um seine Arbeit zu verrichten, entlastet aber sein Kniegelenk. Schmerzen und weiterer Verschleiß, der oft im Einsatz des künstlichen Kniegelenks endet, vermeidet er so.

Auch im Sitzen wird das Kniegelenk fast im 90 Gradwinkel gebeugt. Im Büroalltag, auf Reisen oder auch zu Hause lässt sich Sitzen allerdings kaum vermeiden. Hier hilft das Knie immer wieder auszustrecken, das Bein vor und zurück zu bewegen, ab und zu aufzustehen und herumzulaufen.

Generell gilt: Das Gelenk sollte in sanfter Bewegung gehalten werden damit es nicht weiter verschleißt. Eine Möglichkeit bietet da das “Radfahren”, wenn die Beine in Rückenlage in der Luft bewegt werden. So wird das Knie nicht belastet, aber die Gelenke geschmeidig gehalten.

KNEO verschiebt die Beinachse je nach Bedarf medial oder lateral. So erzeugt das Eigengewicht beim Auftreten die für eine Entlastung erforderlichen Kräfte. KNEO hilft bei jedem Schritt ein künstliches Kniegelenk zu vermeiden.

Welche medizinischen Hilfen gibt es neben dem künstlichen Kniegelenk?

Neben dem Tragen von KNEO, die das Kniegelenk hauptsächlich entlastet, helfen verschiedene Therapien ein künstliches Kniegelenk zu vermeiden:

  • Die Physiotherapie und die Bewegungstherapie stärken die Muskeln, die das Knie führen. So wird das Kniegelenk entlastet und die Kniearthrose verlangsamt.

  • Bei der Bewegungsschulung wird die natürliche Funktion der Bänder wieder hergestellt. Das sorgt dafür, dass die Last im Knie gleichmäßig verteilt und einseitige Knorpelabnutzung vermieden wird.

  • Durch eine verbesserte Koordination des Bewegungsablaufs wird das Knie stabilisiert und die Knorpelbelastung natürlich verteilt.

Um die Kniearthrose nicht zu verschlimmern, ist also vor allem eine Entlastung und Stabilisierung des Knies notwendig. Ein künstliches Kniegelenk ändert das Grundproblem nicht. Die oben genannten Methoden können aber dauerhaft vermeiden, dass eine Kniearthrose sich weiter verschlechtert. Die KNEO Knieorthese unterstützt diesen Prozess.


Bildquellennachweis: Fotolia 2425560

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